Amiga Computer

Das erste Amiga-Modell war der Amiga 1000. Danach folgten in relativ kurzen Abständen die Modelle Amiga 500 (der damals meistverkaufte Home-Computer), der Amiga 2000, Amiga 3000, dann Amiga 1200 und 600 sowie letztlich der Amiga 4000 als Profi-Gerät für Grafik- und Videobearbeitung.

Copper, Blitter und Co...

Die speziellen Grafik-Chips machten den Amiga schon in den 80er-Jahren zu einem besonderen Erlebnis für Künstler, Grafiker und alle Hobby-Designer, die sich mit Bildbearbeitung und Fotomontagen beschäftigen wollten. Die Chips, die speziell für Grafik gedacht waren und die Ausgabe am Monitor erzeugten, führen auch dazu, dass der Amiga seinen Hauptprozessor nicht mit Grafik belasten musste. Das war ein wesentlicher Vorteil gegenüber allen anderen Systemen wie etwa dem IBM PC, der mit Microsoft DOS betrieben wurde und kaum mehr als typische Textoberflächen beherrschte. Die dortige Grafik war dem Amiga um Jahrzehnte hinten nach und eigentlich nicht mit den Leistungen eines Amiga Computer zu vergleichen. Am Amiga etablieren sich damit auch die ersten schnellen Grafikprogramme, die in der Lage waren ein Bild mit über 4000 unterschiedlichen Farben (HAM-Modus auf den Monitor zaubern konnten. Genau gesagt waren es 4096 Farben, die man damit erzeugen konnte. Für jeden Computer-Kenner ist diese Zahl auch logisch nachvollziehbar, denn mit 2 hoch 12 ergibt sich genau diese Zahl. Beim HAM-Modus (Hold and Modify) wurde genau das gemacht. Der Anzeigemodus konnte 12-Bit-Bilder mit nur 6 Bit pro Pixel anzeigen. Damit wurden am ganzen Monitor dann diese 4096 Farben erreicht. Es wurde gerechnet auf Basis des nebenstehenden Pixels und der Modus ist in der Lage eben die Farbe des Nebenpixels mit einer Änderung zu übernehmen. Beispielsweise gab es dann folgende Modi mit folgenden Bedeutungen:

  • 00 | Index in der Farbpalette
  • 01 | Änderung beim Farbraum in der RGB-Spalte für Blau
  • 10 | Änderung beim Farbraum in der RGB-Spalte für Rot
  • 11 | Änderung beim Farbraum in der RGB-Spalte für Grün

So schaffte man am Amiga trotz der damals nicht vorhandenen Grafikkarten tatsächlich die Farbräume auf 4096 Farben zu erhöhen, während man auf klassischen IBM Geräten mit dem sogenannten CGA-Modus nur 4 Farben darstellen konnte. (Der Apple MacIntosh war entgegen aller Gerüchte, dass er so toll für den Grafikeinsatz geeignet wäre, nicht einmal in der Lage überhaupt Farben darzustellen, als diese Innovation auf dem Amiga-Computer vorgestellt wurde, Apple arbeitete damals im Schwarz-Weiß-Modus / Monochrom.) Kultig war am Amiga aber nicht nur die Hardware sondern auch die Software und besonders stark in Erinnerung blieben den meisten Amiga-Anwendungen die Fehlermeldungen "Software Failure. Guru Meditation.".

Der Amiga 500

Amiga 500 mit einer Genlock-Karte auf einem HolzbodenEines der meistverkauften Geräte auf dem Segment der Computer war damals in den 80er-Jahren das Amiga-Modell Amiga 500. Der Amiga 500 integrierte im Gegensatz zu seinem Vorgänger, die gesamte Hardware außer der Stromversorgung in ein Gerät. Das ganze Gerät war also eigentlich eine überdimensionale Tastatur. Auf der Rückseite befanden sich die Anschlüsse wie etwa ein RGB-Anschluss mit 23 Pins, ein Parallel-Anschluss, eine RS232-Schnittstelle / Serieller Anschluss sowie die Anschlüsse für Strom, 2 x für Maus/Joystick und die Anschlüsse für Audio (Stereo-Kanal-Tonausgabe mit 2 Anschlüssen). Mit der entsprechenden Hardware ist es nach wie vor möglich einen Amiga 500 auch an einen Fernseher anzuschließen. In der Umgebung im Bespiel hier sieht man so einen Einsatz mit Hilfe einer "Genlock"-Karte. Die Genlock-Karte wurde eigentlich dazu benutzt um die Signale des Computers mit einer Transparenz-Definition und die Signale eines Videos übereinander zu legen. Damit konnte man von einfachen Titel-Einblendungen in Videos bis hin zur Mischung aus Video-Film und Comic-Animation schon sehr viel machen. Etliche Video-Produzenten stürzten sich auf das Endgerät um damit ihre Filme nicht nur zu betiteln, sondern eben auch virtuelle Elemente in einen realen Film einfließen zu lassen. Solche Fähigkeiten wurden dann auch in der Filmindustrie populär, weil man damit solche Filme wie "Roger Rabbit" produzieren konnte. (Dieser entstand aber vermutlich nicht auf dem Amiga...)

Amiga 500 Workbench Kickstart 1.3

Amiga 500 Startbildschirm nach dem Einschalten auf einem TV-Gerät mit Workbench Kickstart 1.3Am Amiga 500 erschien aus dem ROM (Speicher) nach dem Einschalten bereits die Eingabeaufforderung der Diskette deutlich auf dem Bildschirm. Der Anblick, wie im Bild zu sehen, erfreut zahlreiche Amiga-Fans auch noch heute, weil dieser Bildschirm quasi auch für eine Art Zeitgeschichte steht. Legte man dann die aufgeforderte Workbench ein, wurde das Workbench-System geladen. Auf der Workbench selbst konnte man dann entsprechend arbeiten. Wer aber lieber ein Spiel spielen wollte, konnte die Diskette des Spieles direkt nach dieser Aufforderung einlegen. Die meisten größeren und bekannteren Spiele hatten eine eigene Startroutine, die nicht auf zusätzliche Software zurückgreifen musste, die irgendwo außerhalb des ROM abgespeichert worden war. Die Spiele-Entwicklung auf dem Amiga trieb auch die grafischen Fähigkeiten des Computers voran, weil sie die höchsten Anforderungen stellte. Von der PC / MS-DOS-Gemeinde wurde der Amiga darum auch oft als "Spielecomputer" belächelt. Diese Behauptungen wurden dann in den 90er-Jahren natürlich lügen gestraft, als sich herausstellte, dass pratkisch die gesamte Weiterentwicklung von DOS zu Windows und die Grafikkarten auf dem PC-Bereich letztlich von den Spieleherstellern getrieben wurde. Wer also in den 80er-Jahren einen DOS-PC hatte und darüber lächelte, dass der Amiga ein Spielgerät sei, musste in den späten 90er-Jahren damit leben, dass der DOS-PC, der inzwischen zum Windows-PC geworden war, vor allem im Heim-Anwenderbereich ein Spielgerät geworden war.

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